Mi, 27. Jan. 2010
Aachener Zeitung - Stadt / Lokales / Seite 20
Rohde und Slawinski sollen es in NRW richten
FDP stellt ihre Landtagskandidaten auf. Liberale schicken das neue Gespann mit großer Mehrheit ins Rennen. Scharfe Angriffe gegen die Grünen. „NRW muss wieder zum Innovationsland Nummer eins werden.“ Bildung im Fokus.
Von Christoph Classen
Aachen. Dr. Philipp Rohde und Maximilian Slawinski treten für die Aachener FDP bei der Landtagswahl am 9. Mai an. Beide wollten sich während ihrer Vorstellung bei der Kreiswahlversammlung wohl schon für die heiße Phase des Wahlkampfes warm-laufen. Angriffe auf den politischen Gegner wurden im „Brander Stier“ jedenfalls reichlich geritten. Und sowohl Rohde (40 Ja-, 2 Nein-Stimmen) als auch Slawins¬ki (36 Ja, 7 Nein) konnten letztlich überzeugen.
Als einen „der fähigsten und kreativsten Köpfe in unserer Städteregionstagsfraktion“ pries Städteregionsabgeordneter Georg Helg Rhode, der im Wahlkreis Aachen I für die Liberalen ins Rennen gehen wird, an. Der 37-jährige, tätig am „Center for Innovative Learning Technologies“ der RWTH, sieht NRW generell auf dem richtigen Weg. Nicht zuletzt dank der FDP-Minister Ingo Wolf und Andreas Pinkwart. „NRW muss wieder zum Innovationsland Nummer eins, dafür aber auch zum Bildungsland Nummer eins werden“, rief Rohde. Durch Linkspartei und Grüne würde NRW auf seinem Weg zum Innovationsland Nummer eins dagegen ganz sicher wieder nur zurückgeworfen.
Linke „unbedingt verhindern“
Auch für Slawinski erwies sich die Konkurrenzpartei als rotes Tuch. „Die Grünen wollen doch immer und überall regieren, koste es, was es wolle“, sagte der ehemalige Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe, der für die FDP im Wahlkreis Aachen II antritt. Unbedingt zu verhindern gelte es zudem, dass die Linkspartei in NRW an die Macht komme. Und die CDU mache derzeit besonders durch ihr „sehr unklares politisches Profil“ auf sich aufmerksam.
Die FDP stehe dagegen für Leistungsgerechtigkeit. „Es muss einen Unterschied geben, um man morgens aufsteht oder liegen bleibt“, sagte der 24-Jährige. Auf die politische Agenda der NRW-FDP setzte Slawinski zuvorderst drei Aufgaben: Privatisierung der Landesbank, Ausbau von Forschung und Entwicklung und individuellere Förderung von Schülern. „Und dafür“, schloss Slawinski, „braucht NRW die Freie Demokratische Partei.“