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Für die FDP zieht ein „neues Gesicht“ in den Wahlkampf

News vom 01.09.2017 in Allgemein

Die Aachener Direktkandidaten für die Bundestagswahl am 24. September im Porträt: Für die FDP tritt Cliff Gatzweiler an.

Aachen. Jetzt geht“s los für Cliff Gatzweiler. Denn die Sommerferien sind vorbei. Zwar drücken weder er noch seine vierjährige Tochter derzeit die Schulbank. Aber das Ende der Sommerferien soll für den 43-jährigen Juristen der Startschuss sein, der Startschuss in den Wahlkampf.



In den zieht der gebürtige Aachener für die FDP, der er seit 2010 angehört. „Ich war schon immer politisch interessiert“, sagt Cliff Gatzweiler, der auf dem Pius-Gymnasium sein Abitur machte. „Und die Werte, für die ich stehe, fand ich halt am besten in der FDP vertreten.“ Als Rechtsanwalt mit den Spezialgebieten Straf-, Steuer- und Wirtschaftsrecht trete er für die Rechte des Einzelnen ein, und die FDP setze sich dafür ein, dem Einzelnen alle Möglichkeiten zu geben, sich zu entwickeln. „Das passt“, sagt er und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ich glaube, damit bin ich nicht der einzige Rechtsanwalt in dieser Partei.“

Und für die tritt er nun als Bundestagskandidat an: „Ich habe im Landtagswahlkampf schon unsere Kandidaten Peter Blum und Claudia Cormann unterstützt und aktiv in den Wahlkampf hineingeschnuppert.“ Ein wenig Erfahrung habe er also schon. Hinzu komme aktuell viel Spaß. „Die Jungen Liberalen unterstützen mich toll, der Rückhalt durch den Vorstand ist da, ich spüre tatsächlich einen Schwung durch die Landtagswahl“, erzählt er, kurzum: „Ich freue mich auf den Wahlkampf.“

Und dort trete er an, um das bestmögliche Ergebnis für sich und für die Partei zu erzielen. „Diese Ziele sind für mich gleichberechtigt“, sagt Gatzweiler, der sich selbst als „neues Gesicht“ im politischen Aachen bezeichnet. Natürlich weiß er, dass er das Direktmanadat in Aachen wohl kaum erringen wird und sein Listenplatz 49 wohl auch nicht ausreichen wird, um in den Bundestag einzuziehen. Dennoch tritt er an, um unter anderem einen Ausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit zu schaffen, denn „wer frei sein will, muss sich sicher fühlen“. Als Strafrechtler wisse er, „dass nicht schärfere Gesetze Verbrecher fangen, sondern mehr und besser ausgestattete Polizisten und Juristen“. Seine weiteren Themen sind der Wissenschaftstransfer von den Aachener Hochschulen hin zu Arbeitsplätzen für Aachen oder auch ein Einwanderungsgesetz.

Komplizierte Themen mitunter, dabei empfindet sich der leidenschaftliche Tennisspieler selbst als eher unkompliziert. Und deshalb hat er sich auch das Labyrinth als Treffpunkt ausgesucht. „Wenn Sie mit einer vierjährigen Tochter in ein Restaurant gehen wollen, dann muss es dort unkompliziert sein“, sagt er und lässt seinen Blick durch die großen Räume mitten im Aachener Studentenviertel schweifen.

Im November wird Cliff Gatz-weiler übrigens zum zweiten Mal Vater. Ob er dann schon in Berlin arbeitet? So richtig rechnet er nicht damit, aber: „In der Politik ist nichts unmöglich“, fügt er hinzu. (hr)

01.09.2017 / Aachener Nachrichten - Stadt / Seite 19 / Lokales